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Podcast: Licht der Zuversicht

8. Sept.
9 Min. Lesezeit

Kennst du dieses Sprichwort:

„Wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein Lichtlein her.“

Meine Mama hat mir mit diesen Worten schon sehr oft Trost und Zuversicht geschenkt.

Und genau um dieses Lichtlein geht es in diesem Podcast.

Es geht um Zuversicht in den Momenten im Leben, die uns als sehr herausfordernd vorkommen und auch oft herausfordernd sind.

Manchmal können wir spüren, dass da etwas ist, was uns unterstützt und wir irgendwie viel mehr Kraft haben für die Herausforderung.

Und Manchmal erleben wir, dass wir uns vollkommen kraftlos fühlen und es darum geht zu lernen unsere Energie achtsam einzusetzen und uns auf das zu fokussieren, was uns wirklich wichtig ist.

Zudem dürfen wir uns auch erlauben um Unterstützung zu fragen.

 

In diesem Podcast möchte ich über Hoffnung und Zuversicht sprechen und dir die Möglichkeit schenken, deine Aufmerksamkeit auf „dieses Lichtlein“ der Zuversicht zu lenken.

Möge dich diese Podcast Reise begleiten.

In den herausfordernden Zeiten.


Dieses Gedicht Lichtlein

von Rainer Maria Rilke ist für dich.

Es schenkt dir Zuversicht

In Erinnerung an dein Licht

 

„Wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein Lichtlein her

Ein Lichtlein wie ein Stern so klar

Es wird dir leuchten, immer da

Wird zeigen dir den Weg zurück, den Weg zu einem neuen Glück.

Drum glaub daran, verzage nie

Es geht schon weiter irgendwie

Und mit Willen, Kraft und Mut wird dann alles wieder gut

Du musst nur immer fest dran glauben und lass dir nur den Mut nie rauben

Es gibt für alles einen Weg

Und sei es auch nur ein kleiner Steg

Es gibt nun mal nicht nur gute Zeiten

Das Leben hat auch schlechte Seiten

Doch wie bist du stolz, wenn du es geschafft, aus Sorgen und Nöten mit eigener Kraft herauszukommen, was du nie geglaubt

Da man dich so oft schon der Hoffnung beraubt

Doch die Hoffnung auf ein besseres Leben, die lasse dir bitte niemals nehmen

Denn wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein Lichtlein her“

 

Wir werden im Leben immer und immer wieder herausgefordert.

Manchmal sind es auch Lektionen, die uns das Leben oft mehrmals schickt

Es wird uns vom und im Leben gezeigt.

Dann erleben wir es, um es zu verstehen.

Und irgendwann fragt uns das Leben, ob wir das was wir verstanden haben auch wirklich leben und unserer Wahrheit Ausdruck geben?

 

Das Leben ist Veränderung und Bewegung, daher ist es für mich auch ganz natürlich, dass immer mal wieder Herausforderungen auf uns zu kommen. 

Ich vergleiche es gern mit unserem Herzschlag, der uns hier auf der Erde am Leben erhält.

Wenn wir auf den Monitor den Herzschlag eines Menschen anschauen sehen wir immer wieder diese Wellen.

Wenn keine Wellen mehr zu sehen sind, dann ist da nur noch diese Linie und das Herz hat aufgehört zu schlagen.

Wir dürfen erkennen, dass diese Wellen der Herausforderungen uns auch Lebendigkeit schenken.

Das was es braucht ist die Balance, die Ausgeglichenheit und wie ich mit der herausfordernden Situation umgehe.

Es ist ein Unterscheid, ob wir einfach unbewusst in dieser Bewegung, dieser Welle einfach im Berg und Tal irgendwo landen. Oder ob wir in unserer Souveränität selbst die Verantwortung übernehmen und uns bewusstwerden, wo wir uns gerade befinden.

Mit diesem Bewusstwerden entscheidet sich, ob wir im Opfermodus der Willkür des Lebens bleiben und das Leben ablehnen, weil es dadurch so schwer und leidvoll ist.

Oder ob wir bereit sind, uns dem Leben zuversichtlich zu zuwenden und uns den Herausforderungen zu stellen, indem wir unser Bewusstsein entwickeln, wachsen und reifen lassen.

 

Wenn wir das Wort Zuversicht genauer betrachten, dann beinhaltet es die Worte „Zu“ und „Sicht“.

Zu wem, zu was ist meine Sicht gerichtet?

Was habe ich im Fokus?

Wie gehe ich damit um?

 

Indem ich in herausfordernden Situationen meinen Emotionen, die in mir wohnen, die sich als Gefühle zeigen, Raum schenke, fühle ich eine gewisse Zuversicht.

Es ist schön wahrzunehmen, dass ich heut anders mit diesen Gefühlen, die sich aus vergangenen, nicht integrierten Emotionen zeigen, anders damit umgehen kann.

Zuversicht- zu was, zu wem richte ich meine Sicht. Wie richte ich meine Sicht.

Zuversicht bedeutet für mich nicht, Dinge zu unterdrücken, schön zu reden und wegzuschauen.

Im Gegenteil ich rede davon, dass wir uns bewusst sind, wo wir uns gerade befinden und dem Raum geben, was sich gerade zeigt, im Vertrauen, dass alles gut kommt.

Wir dürfen diesen Moment, der so sehr herausfordernd ist einfach auch mal da sein lassen mit all den Gefühlen, in dem Wissen das die Zuversicht eine neue Sicht schenken kann.

 

Sowohl als auch.

 

Für mich geht es immer darum, wie gehe ich mit einer herausfordernden Situation um.

Es ist so wichtig für mich meinen Raum zu halten, wenn es im Außen herausfordernd wird.

In meiner Energie zu bleiben bedeutet auch meinen Raum halten zu können.

In der Podcast Folge 5 „grenzen setzten- Deinen Raum halten“ gehe ich genauer auf das Thema ein.

 

Wenn ich zurückschaue, dann kann ich erkennen, dass das „wie“, ganz stark davon abhängt, ob ich meinen Raum (meine Energie) halte und agiere, oder ob ich aus einer Strategie reagiere.

Im Laufe unseres Lebens, vor allem in der Kindheit haben wir Überlebensstrategien erschaffen, die uns vermeintlich davon abhalten erneut schmerzvolle Erfahrungen zu machen.

Doch im Laufe der Jahre sind diese Strategien völlig überholt und laufen einfach in unserem Programm weiter und wir lassen uns von ihnen steuern, ohne es genau zu wissen was da wirklich passiert. Dies lässt uns dann in herausfordernden Lebenssituationen unbewusst reagieren und leiden.

In meiner Begleitung geht es daher oft um das Thema „Zurück zu dir“ durch Entwicklung, Wachstum und Reife.

 

Wenn wir diese Strategien erkennen und das Unbewusste in uns bewusst machen, haben wir die Möglichkeit bewusst und souverän, in unserem freien Willen zu handeln.

Diese Entwicklung ist für mich ein Prozess, ein Weg den wir bewusst gehen.

Ich nenne es „Den Weg des Herzes“, der Weg der Entwicklung, des Wachstums und der Reife.

Diese Stadien auf unserm Weg haben ganz unterschiedliche Aufgaben, die dich „Zurück zu dir“ bringen.

Entwicklung schenkt dir die Möglichkeit deine Schichten (Glaubenssätze, Blockaden, Muster, Prägungen, Konditionierungen, Ahnengeschichten, Karma) zu transformieren, zu integrieren und hinter dir zu lassen.

Wachstum lässt dich erschaffen und schenkt dir die Möglichkeit dein Potential, deine Wahrheit auszudrücken und zu leben.

Reife lässt dich erkennen, was das was du erschaffen hast, der Weg den du gegangen bist, aus dir gemacht hat.

 

Zuversicht schenkt mir eine Sicht nach Innen.

 

Vor allem, wenn es im Außen sehr laut wird, wenn es im Außen herausfordern wird, wenn ich spüre, dass ich mich im Außen verliere, dann braucht es für mich diese Sicht nach innen, dieses Zurückkommen zu mir.

Indem ich die Sicht zu mir nach Innen bringe, spüre ich, wie es ruhig wird.

Mir wird bewusst, dass all das, was im Außen ist, an Gewicht und Aufmerksamkeit verliert.

In diesem Moment kann ich in mir spüren, dass ich unterstützt bin.  

Oft ist da dieses tiefe Vertrauen, dass es gut kommt.

Dieses Vertrauen schenkt mir Sicherheit und Halt, um die Gefühle, die gerade gefühlt und integriert werden möchten zu fühlen.

Diese Sicherheit und der Halt haben mir als Kind gefehlt, doch heut bin ich in der Lage mich zu halten und somit auch die Emotionen, das heißt die nicht integrierten Gefühle der Vergangenheit, die sich im hier und jetzt zeigen.

Wenn da in diesem Moment Trauer ist, dann darf die Trauer fließen. Dann dürfen Tränen der Reinigung fließen. Wenn eine gewisse Wut da ist, erlaube ich mir diese Wut zu fühlen, in dem Wissen, dass Wut unter anderem auch ein Katalysator der Kreativität ist. Vielleicht möchte auch Schuld oder Scham gefühlt werden, weil es so lang unterdrückt wurde.

 

Es geht darum, wie gehe ich mit den Gefühlen um.

 

Wir Menschen sind dazu konditioniert, dass wir Gefühle werten in gut und schlecht.

Das was uns unangenehm ist, soll so schnell wie möglich vorbei sein. wir wollen es nicht und drücken es weg, um wieder ein angenehmes Gefühl z.B. Freude fühlen zu können.

Gefühle wie Freude möchten wir festhalten und haben schon Angst, dass es bald wieder vorbei sein könnte.

Viele Menschen können Gefühle einfach nicht halten. Es fehlt die Sicherheit, die Stabilität des Nervensystems.

Durch das Unterdrücken oder das Wegdrücken, verlieren wir oft nicht nur den Zugang zu unseren Gefühlen, sondern auch den Zugang und die Verbindung zu uns selbst.

So passiert es dann oft, dass wir die Emotionen der Vergangenheit nicht bewusst als Gefühle im Jetzt durchleben, sondern die Emotionen uns durchleben.

 

Gefühle sind eigentlich neutral.

 

Es geht darum, dass wir lernen mit dem Außen, mit dem was ist, umzugehen.

Das bedeutet für mich nicht automatisch, dass ich alles annehmen muss.

Es wird viel von diesem „Annehmen“ geredet. Wenn man dieses Wort genauer betrachtet, dann würde das bedeuten, dass du dir etwas „an“ nimmst, vielleicht auch etwas was gar nicht zu dir gehört.

Daher ist es für mich auch wieder wichtig den Begriff für dich genau zu definieren.

Für mich bedeutet Annehmen heute nicht, dass ich etwas „an“ nehme. Wenn ich von Annehmen spreche, bedeutet es für mich dem worum es geht Raum zugeben, hinzuschauen, wahrzunehmen und zu unterscheiden.

Was macht es mit mir? Wo stehe ich gerade? Was brauche ich? Was möchte gefühlt und eventuell integriert oder losgelassen werden? In dem Wissen, dass dieses Gefühl wahrscheinlich eine Emotion ist, die aus einer Prägung oder aus einer Konditionierung der Vergangenheit kommt.

Spüre gern mal hinein, welcher Teil in dir möchte das was sich zeigt wegdrücken, weil er es ablehnt.

Und welcher Teil in dir möchte endlich gesehen und gefühlt werden, weil er schon so lang unterdrückt worden ist. 

Wir dürfen uns bewusstwerden, dass unsere inneren Anteile der Vergangenheit oft ihre Gefühle zu dem Zeitpunkt aus mangelnder Sicherheit und Halt nicht fühlen konnten und somit konnten diese auch nicht integriert werden.

Oft lehnt ein Teil in uns genau diese inneren Anteile ab. Oft verurteilen wir unsere Vergangenheit.

Wir können nicht zurück in die Vergangenheit, daher zeigen sich diese nicht integrierten Gefühle (Emotionen) im Hier und Jetzt, damit sie endlich Raum bekommen um gehalten und gefühlt zu werden.

Zuversicht schenkt dir diese Sicht nach Innen.

Zuversicht schenkt dir Vertrauen, um jetzt die Verantwortung für dich und dein Leben zu übernehmen.

Die Zuversicht schenkt dir eine neue Sicht.

Zuversicht schenkt dir Hoffnung.

Diese Hoffnung macht nicht, dass es besser wird, sondern sie lehrt uns mit unseren Gefühlen umzugehen.

Was ist, wenn wir voller Zuversicht die Dinge nicht mehr ablehnen, sondern hinschauen, wahrnehmen, fühlen und Raum geben.

 

Lange Zeit habe ich nach dem einen Schlüssel gesucht, der es vereinfacht und wie durch einen Zauber alles heilt und verändert.

Doch ich durfte für mich erkennen, dass es nicht darum geht, alles wegzuzaubern, sondern Frieden zu schließen mit dem was ist.

Und genau hier hat mich dieser Spruch, den mir meine Mama heut noch sagt begleitet.

Es ist die Zuversicht, die Hoffnung und das Vertrauen, dass das Leben es gut mit mir meint.

Es macht einen großen Unterschied, ob ich in herausfordernden Situationen mich als Opfer fühle oder selbstbestimmt und souverän.

Natürlich sind wir Menschen und nicht übernatürlich.

Gewisse Situationen überwältigen uns einfach. Hier ist e so wichtig den Gefühlen Raum zu geben und sich auch zu erlauben um Unterstützung zu bitten.

Schon die Tatsache, dass wir nicht allein durch schwierige Lebenssituationen gehen müssen schenkt uns Zuversicht und Hoffnung.

Wir sind nicht allein.

Ich fühle mich heut sehr begleitet und unterstützt von irdischen und himmlischen Begleitern und auch von ich nenne es „Gott“.

Das Wort Gott hat mich in der Vergangenheit sehr getriggert. Das Thema Gott begleitet mich schon seit meiner Kindheit.

Schon als Kind stellte ich mir die Frage, wo ist denn dieser Gott? Warum greift er nicht ein?

Ich fühlte immer in mir, dass es diesen Gott gab und doch fühlte ich auch, dass es nicht stimmt was mir darüber erzählt wurde.

Nach schmerzlichen Erlebnissen und Erfahrungen kam es dazu, dass ich mich abwendetet von dem Namen „Gott“. Die Energie war für mich immer fühlbar und wenn ich zurückschaue, dann erkenne ich, dass ich mich auch immer getragen fühlte. Einfach das Wort Gott war und fühlte sich für mich nicht frei an, denn es war an eine menschliche Definition und auch leidvolle Geschichte gebunden.

Mein eigener Prozess ließ mich entwickeln, wachsen und reifen und

so wurde aus dem Weg „Zurück zu mir“ – auch der Weg „Zurück zu Gott“.

Je mehr ich zu mir finde, desto mehr finde ich auch zu Gott.

Denn heut beschreibt das Wort „Gott“ für mich etwas was ich nicht in Worte fassen kann und ist befreit von all den Konzepten, die Menschen erschaffen haben. Je mehr ich mich befreit habe, desto mehr hat sich auch das Wort Gott für mich befreit.

Mein Mann hat mir seine ganz besondere Sicht über Gott geschenkt, die mich immer noch sehr berührt in herausfordernden Lebenslagen.

Er fragt nicht nach dem „Warum“.  In seiner Wahrheit geht es nicht darum, dass Gott eingreift in das fehlende „Bewusste Handeln“ der Menschen, sondern dass er da ist für all die den Trost und Zuversicht brauchen.

 

Und wenn ich nun zurück komme zu diesem Sprichwort „Wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein Lichtlein her.“

Dann ist dieses Licht für mich, die Erinnerung an diese Zuversicht.

Die Erinnerung, dass das Licht immer da ist.

Das wir es manchmal einfach nur nicht sehen können oder wir uns von dem „falschen“ Licht blenden lassen.

Wenn wir das Licht nicht sehen können, dann ist das oft. weil sich gewisse Dinge vor das Licht stellen und so einen Schatten werfen.

Unsere Sicht wendet sich dann oft dem Schatten zu, anstatt dem Ding, was vor dem Licht steht oder dem Licht selbst.

Es geht also darum sich an das Licht zu erinnern.

Richte deine Sicht immer wieder bewusst zu Dir, im jetzt und hier und erkenne das was sich vor dem Licht gestellt hat und Schatten wirft.

Erkenne, dass dieses Licht nie weg war. Das Licht der Zuversicht ist immer da. Es ist in dir und um dich herum.

 

Möge dich die Zuversicht begleiten durch all die herausfordernden Zeiten der Ewigkeiten. 

 


Von Herz zu Herz

Sandra



Licht der Zuversicht

 
 
 

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