SANDRA ABBÜHL | FEBRUAR 2020

DER STURM

Es tobt der Sturm
Es pfeift und säuselt in unserem Ohr
Er steigt aus dem Nichts empor
Es öffnet sich ein neues Tor
Kein zurück und kein vor
Völlig im Moment
Der kein gestern und morgen kennt
Er geht voran ungehemmt
Es knacken die Bäume im Wald
Der Sturm macht vor Nichts halt
Wild und unberechenbar
Ist er da
Voller Kraft
Voller Energie
Er fragt nicht nach dem Warum Wann oder Wie
Er macht es einfach so wie es ihm gerade passt
Weit weg geweht wird die ganze Last
So kommt der Sturm einfach daher
Und wirbelt umher
Mit seiner Kraft kann er Dinge zerstören
Durch ihn kann man die Stimme der Mutter Erde hören
Sie schreit ihr Leid
Sie zeigt ihren Schmerz
Sie zeigt ihre Wut  
So viele Dinge geschehen
Sie tun den Menschen und der Natur nicht gut
Es braucht neuen Mut
Es braucht Handlungen in Liebe und Demut
Im Moment ist es die Angst die die Menschen leitet
Durch Medien wird Panik verbreitet
Getrennt
Gehemmt
Entfernt vom Vertrauen
Entfernt von der Einheit
Eingeschlossen in der Einsamkeit
Eine gefühlte Ewigkeit weit weg von der Geborgenheit
Der Sturm ist der Spiegel der Menschen auf Erden hier
Die Natur zeigt auf wie fühlen wir

Wirre Gedanken
Errichtete Schranken
Gestürm und Streit
Gewalt und Neid
Er zeigt auf wie die Menschen sich fühlen und wie sie handeln
Er zeigt auf wie schnell sich alles kann wandeln
Man kann den Sturm als Zerstörung sehen
Doch man kann ihn auch als Chance wahrnehmen
Eine Möglichkeit von alten Dingen loszulassen
All das was man nicht mehr kann fassen
Aus den sicheren Mauern gerissen
Ohne zu ahnen oder zu wissen
Was kommen mag
Ein Sturm ist stark
Sodass er es vermag
Gewisse Dinge mit sich zu reissen
Er durchbricht den Wald vor lauter Bäume mit lichtvollen Schneisen
Das mag heissen
Es kann Neues entstehen
Altes darf gehen
Der Sturm kann es wegwehen
Egal wo wir gerade stehen
Eine Möglichkeit dem Wind bewusst Dinge und Emotionen aus dem Leben zu übergeben
Ohne dabei etwas zu erwarten oder nach etwas zu streben
Der Sturm nimmt es mit sich
Fortgetragen
Ohne zu fragen
All die Steine die auf dem Weg lagen
Sind plötzlich verschwunden
Ein Gefühl man sei mit Himmel und Erde verbunden
Bereit Neues zu erkunden
So kann es weitergehen
Versucht die Chance in allem zu sehen
Den Sinn zu verstehen
So kann auch der Sturm in eurem Leben euch viel geben
Gebt Acht auf die Themen die euch bewegen

 

© Sandra Abbühl 2017, Galmguetweg 9, 1793 Jeuss / info@sandraabbuehl.com / Impressum

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